Reihe von bunten Papierfiguren in Menschenform, die sich an den Händen halten.
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Genommedizin und das genomDE Modellvorhaben

Genommedizin gehört aktuell noch nicht zur Regelversorgung für Patient*innen. Hier erfahren Sie, wie das genomDE Modellvorhaben prüft, wie genetische Tests künftig im Klinikalltag sinnvoll eingesetzt werden können.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Genetische Tests sind vielversprechend, aber noch nicht Teil der Regelversorgung.
  • Das genomDE Modellvorhaben prüft, wie sie künftig breit eingesetzt werden können.
  • Teilnahme und Datennutzung sind freiwillig.
  • Ihre Daten werden geschützt.

Auf dem Weg in die breite Versorgung

Die Genommedizin hat sich vor allem in den Bereichen Krebs und Seltene Erkrankungen stark weiterentwickelt. Trotzdem ist sie noch nicht Teil der medizinischen Regelversorgung. Ein Grund dafür ist, dass genetische Tests spezielles Fachwissen, moderne Technik und klare Abläufe erfordern. Hinzu kommt, dass das Auslesen des Erbguts (die sogenannte Genomsequenzierung) und die anschließende personalisierte Therapie sehr teuer sein können. Zudem sind passende Behandlungen nicht für alle genetischen Veränderungen verfügbar oder noch nicht zugelassen.

Deshalb erhalten Patient*innen genetische Tests bisher nur im Rahmen von Studien oder durch besondere Absprachen zwischen Kliniken und Krankenkassen.

Damit Genommedizin künftig ein fester Teil der Gesundheitsversorgung bei Krebs und Seltenen Erkrankungen wird, braucht es erprobte Abläufe und verlässliche Strukturen. Dafür wurde im Juli 2024 das genomDE Modellvorhaben gestartet. 

Erfahren Sie, wie Genommedizin dabei helfen kann, Krankheiten zu erkennen und Behandlungen zu verbessern.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Genetische Tests sind vielversprechend, aber noch nicht Teil der Regelversorgung.
  • Das genomDE Modellvorhaben prüft, wie sie künftig breit eingesetzt werden können.
  • Teilnahme und Datennutzung sind freiwillig.
  • Ihre Daten werden geschützt.

Auf dem Weg in die breite Versorgung

Die Genommedizin hat sich vor allem in den Bereichen Krebs und Seltene Erkrankungen stark weiterentwickelt. Trotzdem ist sie noch nicht Teil der medizinischen Regelversorgung. Ein Grund dafür ist, dass genetische Tests spezielles Fachwissen, moderne Technik und klare Abläufe erfordern. Hinzu kommt, dass das Auslesen des Erbguts (die sogenannte Genomsequenzierung) und die anschließende personalisierte Therapie sehr teuer sein können. Zudem sind passende Behandlungen nicht für alle genetischen Veränderungen verfügbar oder noch nicht zugelassen.

Deshalb erhalten Patient*innen genetische Tests bisher nur im Rahmen von Studien oder durch besondere Absprachen zwischen Kliniken und Krankenkassen.

Damit Genommedizin künftig ein fester Teil der Gesundheitsversorgung bei Krebs und Seltenen Erkrankungen wird, braucht es erprobte Abläufe und verlässliche Strukturen. Dafür wurde im Juli 2024 das genomDE Modellvorhaben gestartet. 

Erfahren Sie, wie Genommedizin dabei helfen kann, Krankheiten zu erkennen und Behandlungen zu verbessern.

Das genomDE Modellvorhaben soll den Weg bereiten, um zukünftig das volle Potential der Genommedizin auszuschöpfen. Es soll möglich sein, das gesamte Genom einer Patientin oder eines Patienten nach Einverständnis zuverlässig und kostengünstig zu untersuchen. Das eröffnet Möglichkeiten für schnellere und präzisere Diagnosen, personalisierte Therapien sowie weitere Innovationen im Bereich Genommedizin.

Dr. Andreas Till ist Biologe und leitet die Datenplattform des genomDE Modellvorhabens im Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.

 

Das genomDE Modellvorhaben

Das genomDE Modellvorhabenist Teil der nationalen Strategie für Genommedizin des Bundesministeriums für Gesundheit. Dabei sollen genetische Tests zukünftig einen festen Platz in der medizinischen Versorgung bekommen. So soll mehr Patient*innen geholfen werden, bei Vorbeugung, Diagnose und Behandlung.

Mehr als 25 Universitätskliniken in Deutschland nehmen am Projekt teil. Dort werden Patient*innen mit Krebs oder Seltenen Erkrankungen behandelt, bei denen herkömmliche Untersuchungen und Behandlungen nicht weiterhelfen. In diesen Fällen kann ein genetischer Test neue Hinweise liefern.

Das Projekt prüft, wie genetische Tests im Klinikalltag sinnvoll eingesetzt werden können. So wird beispielsweise untersucht, welches Verfahren wann am besten hilft. Ziel der nationalen Strategie ist es, Diagnosen zu verbessern und Behandlungen gezielter auf einzelne Personen abzustimmen.

Außerdem wird darauf geachtet, dass genetische Daten sicher gespeichert werden. Patient*innen können freiwillig zustimmen, dass ihre Daten für die Forschung genutzt werden. Auf diese Weise tragen sie dazu bei, Krankheiten zu verstehen und die Versorgung zukünftiger Patient*innen zu verbessern.

Ein Beitrag für die Gesundheit von morgen

Ihre genetischen Daten können die Forschung entscheidend voranbringen – und so dazu beitragen, Diagnosen und Behandlungen für alle zu verbessern. Doch was bedeutet das Teilen für Sie und Ihre Familie?

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Sichere Speicherung und Nutzung von Daten

Bei der Behandlung entstehen zwei Arten von Daten: 

  • Klinische Daten: Dazu gehören zum Beispiel Informationen zur Erkrankung, früheren Behandlungen oder Vorerkrankungen.
  • Genetische Daten: Das sind die Ergebnisse der genetischen Tests.

Im genomDE Modellvorhaben spielt die sichere Speicherung und Nutzung dieser Daten eine große Rolle. Dafür gibt es spezielle Datenplattformen, die für das Modellvorhaben aufgebaut wurden. Dabei handelt es sich um technische Systeme, auf denen Informationen aus Diagnose und Behandlung gesammelt, sicher gespeichert und gezielt ausgewertet werden.

Zum Schutz der Patient*innen werden diese Daten voneinander getrennt gespeichert. Die genetischen Daten liegen in Genomrechenzentren. Die klinischen Daten werden in klinischen Datenknoten gespeichert. So lassen sich die Informationen nicht direkt verbinden.

Zusätzlich werden alle Daten pseudonymisiert. Das bedeutet: Persönliche Angaben wie Namen werden durch einen Schlüssel ersetzt. Die Schlüssel werden sicher vom Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin erstellt und verwaltet.

Durch diese Maßnahmen ist nicht mehr direkt erkennbar, zu welcher Person die Daten gehören.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ist für die Datenplattformen verantwortlich. Es entscheidet auch, ob und wann die Daten für die Forschung genutzt werden dürfen. Dies ist nur möglich, wenn Patient*innen vorher freiwillig zugestimmt haben und wissenschaftliche, rechtliche und ethische Anforderungen erfüllt sind.

Erfahren Sie mehr darüber wie Daten geschützt und genutzt werden können. 

Gut zu wissen: Was bedeutet genomDE für Sie als Patient*in?

Wer kann teilnehmen?
Teilnehmen können Patient*innen mit Krebs oder Seltenen Erkrankungen, bei denen herkömmliche Diagnose- oder Behandlungswege nicht weiterhelfen. Die Aufnahme erfolgt über beteiligte Universitätskliniken.

Was bringt Ihnen das?
Ein genetischer Test kann helfen, die Ursache Ihrer Erkrankung besser zu verstehen. Er kann neue Hinweise für die Diagnose geben oder Ansatzpunkte für eine gezieltere Behandlung liefern.

Ist die Teilnahme freiwillig?
Ja. Die Teilnahme am Modellvorhaben ist freiwillig. Sie entscheiden selbst, ob Sie Ihr Genom untersuchen lassen wollen. Die Freigabe Ihrer Daten für die Forschung erfolgt freiwillig und unabhängig.

Wer übernimmt die Kosten?
Sofern die Voraussetzungen für die Teilnahme erfüllt sind, werden die Kosten für den genetischen Test im Rahmen des Modellvorhabens von allen gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Auch bei privaten Versicherungen besteht die Möglichkeit zur Kostenübernahme. 

Wie werden Ihre Daten geschützt?
Ihre genetischen und medizinischen Daten werden sicher gespeichert und so verarbeitet, dass sie Ihnen nicht direkt zugeordnet werden können. Die Daten werden nur im erforderlichen Rahmen genutzt. Persönliche Informationen bleiben vertraulich und geschützt.

Warum sind meine Daten auch für andere wichtig?
Wenn Patient*innen zustimmen, können ihre Daten anonym für die Forschung genutzt werden. So helfen sie mit, Krankheiten besser zu verstehen und die Versorgung zukünftiger Patient*innen zu verbessern.

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